Das Wiener Gemüseorchester

Als Instrumente in diesem Orchester dienen die verschiedensten Arten von Gemüse, beispielsweise ausgehöhlte Gurken oder Karotten als Flöten oder (mit einem Schalltrichter aus Paprikaschoten) als Trompeten. Gelegentlich werden auch Küchengeräte wie Mixer, Entsafter, Messer oder Reibeisen zur klanglichen Unterstützung verwendet. Besonders wichtig für die Gemüsemusik ist die Zusammenarbeit mit der Tontechnik des Ensembles. Mit Hilfe besonderer Mikrophone wird die Verstärkung der oft sehr sensiblen und leisen Töne der Gemüse-Klangkörper ermöglicht.

Gespielt wird nach Noten, aber nicht nach den Altgewohnten, sondern graphische Abbildungen zeigen den Musikern an, wann ihr Einsatz im Stück kommt. Ihnen wird allerdings freigestellt, wie sie diesen Zeitraum nutzen, ob für längere Töne oder kürzere, laute oder leise. Das sorgt gemeinsam mit dem Umstand, dass für jeden Auftritt des Gemüseorchesters die Instrumente neu gefertigt werden müssen und diese ohnehin anders als traditionelle Instrumente klingen, auch bei bekannten Musikstücken – egal, ob klassisch oder modern – für ein neues Hörerlebnis. Zum Repertoire des Orchesters zählen Eigenkompositionen sowie Interpretationen beispielsweise von Stücken von Igor Stravinsky, den deutschen Elektronikpionieren Kraftwerk und der Wiener Klangformation Radien.

Als Zugabe wird bei vielen Konzerten eine Gemüsesuppe an die Konzertbesucher verteilt, die von einem zum Orchester gehörenden Koch bereits vor dem Konzert vorbereitet wurde.

Das Orchester tritt in Europa, USA und Asien auf und ist weltweit bekannt. Das Ensemble ist eine gemischte Gruppe von Künstlern, die gemeinsam an der Erforschung und Weiterentwicklung der Gemüsemusik arbeiten und sich selbst als „GemüsikerInnen“ bezeichnen.


Zuletzt geändert: Sonntag, 20. Dezember 2020, 14:30
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