Die Ernährung ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Bereich, wenn es um den Klimaschutz geht. Die Treibhausgasemissionen hängen eng mit den Konsum- und Ernährungsgewohnheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher zusammen. Anders als in anderen Bereichen lassen sich diese kaum durch technische Maßnahmen und gesetzliche Regelungen beeinflussen. Und die Emissionen aus der Landwirtschaft lassen sich nicht ganz vermeiden. 

Die Welternährungsorganisation FAO nennt ihren umfassenden Lösungsansatz "Climate-smart agriculture". Er umfasst Veränderungen in mehreren Bereichen: Während die Treibhausgasemissionen so weit wie möglich reduziert werden sollen, muss gleichzeitig die Nahrungsmittelversorgung sichergestellt werden. Dazu gehört, dass die Landwirtschaft sich an die Folgen des Klimawandels anpasst und widerstandsfähig wird. 
In Deutschland nennen Fachleute folgende Möglichkeiten, die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft zu senken: 

  • Die Effizienz der Stickstoffdüngung verbessern,
  • Mist und Gülle in Biogasanlagen nutzen,
  • Tierfütterung und Tiergesundheit verbessern,
  • Moore und Grünland erhalten,
  • fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzen. 

Einen erheblichen Beitrag können Konsumentinnen und Konsumenten durch eine bewusste Ernährung und ihr Einkaufsverhalten leisten. Sie können unter anderem:

  • bevorzugt regionale und saisonale Lebensmittel kaufen,
  • wenig Tierprodukte konsumieren,
  • Bio-Lebensmittel kaufen,
  • Verschwendung vermeiden sowie
  • den Einkauf mit umweltverträglichen Verkehrsmitteln erledigen beziehungsweise überflüssige, weite Fahrten mit dem privaten PKW vermeiden.

Im Video von maiLab erfährst du, wie und ob Ernährungsumstellung helfen.


https://www.youtube.com/watch?v=keEKlr2dG-I


Zuletzt geändert: Montag, 29. November 2021, 12:58
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