LS1.1_Einstieg_Hilfe
Felix: Hey Esma, hättest du Lust auf Shoppen am Wochenende?
Esma: Puh ich weiß nicht...diesen Monat sieht es bei mir finanziell eher schlecht aus.
Felix: Hä? Wieso das denn? Also ich habe noch genug Geld übrig.
Esma: Naja, ich spare halt für den Sommerurlaub mit meinen Freundinnen, deshalb kann ich mir aktuell nicht so viel leisten. Sparst du etwa nicht?
Felix: Nö. Bisher hat es immer gut gereicht. Ich komm klar ohne aufs Geld zu schauen.
Esma: Was hast du denn im Monat so zur Verfügung?
Felix: Also, ich kriege jeden Monat 40 Euro Taschengeld von meinen Eltern. Dann trage ich Zeitungen aus, das bringt so 80 Euro im Monat. Und am Wochenende helfe ich meinem Onkel in der Werkstatt, dafür bezahlt er mir meistens so 70 Euro.
Esma: Also zusammen 190 Euro im Monat. Und was zahlst du davon?
Felix: Naja, die Monatskarte kostet 50 Euro und der Handyvertrag 30 Euro — aber das zahlen auch meine Eltern, nicht ich.
Esma: Okay, das sind 80 Euro, die deine Eltern übernehmen. Was zahlst du dann selbst regelmäßig?
Felix: Ich gehe halt gern shoppen. Das haut rein — manchmal sind das schon 100 Euro auf einmal. Und am Wochenende gehe ich halt gerne in die Stadt. Kennst du ja selbst, da gibt man halt mal kurz 30 Euro für dies und das aus.
Esma: Also Shopping 100 Euro und Stadt 30 Euro — das ist schon ordentlich. Hast du das alles irgendwo aufgeschrieben, so in einem Haushaltsplan?
Felix: Haushaltsplan? Hat das was mit Putzen zu tun?
Esma: Ein Haushaltsplan zeigt halt genau, was finanziell reinkommt und was rausgeht. Dann siehst du auch, ob am Ende was übrig ist. Machst du so was?
Felix: Nee, das brauch ich nicht. Ich merk mir das alles. Ist ja nicht kompliziert. Ich hab’s im Kopf. Wenn’s knapp wird, spare ich beim Shoppen oder ich arbeite mehr bei meinem Onkel. Easy.
Esma: Ja aber sparen kannst du so auf jeden Fall nicht.
Felix: Brauche ich auch nicht, hat mir schon immer gereicht.
Esma: Trotzdem: Wenn du 100 für Shoppen raushaust und 30 in der Stadt, sind 130 weg. Von 190 bleibt nicht viel. Was, wenn spontan was ansteht?
Felix: Dann regel ich das. Notfalls weniger shoppen oder ich packe bei meinem Onkel ein bisschen mehr an. Kriegt man hin.
Esma: Besser wär, du planst: Einnahmen aufschreiben, fixe Sachen notieren, variable Ausgaben kürzen, dann kannst du sogar sparen. Teste das doch mal aus!
Felix: Nee danke Frau Finanzprofi. Sparen ist was für Anfänger.
Esma: Ich beweis dir, dass es Sinn macht. Vorschlag, du schreibst dir die Zahlen zwei Wochen lang auf, nicht nur „im Kopf“ und ich beweise dir dann, wo du ganz einfach hättest sparen können.
Felix: Haha na gut. Machen wir so, aber du wirst sehen — läuft auch so bei mir.
Esma: Werden wir ja dann sehen.