Um Game Design und die Rolle von Game Designer:innen zu verstehen, müssen wir zunächst begreifen, dass Spiele ein fachübergreifendes Thema sind und dass die Grenzen der Aufgaben in der Spieleindustrie eher fließend sind. 

KOMPLEXITÄT VON GAMES

Abbildung 1 zeigt die unterschiedlichen Aufgaben welche notwendig sind um ein Computerspiel zu erstellen und wie diese sich überschneiden. In der Industrie findet Ihr Game Designer mit unterschiedlichsten Hintergründen. Manche sind eher in der Game Art (also im Zeichnen von Charakteren und Hintergründen) zuhause, andere sind Experten in der Programmierung mit bestimmten Game Engins, wie zum Beispiel Unity und andere kommen wiederum aus dem Interactions Design, also aus der Softwaregestaltung, so wie zum Beispiel ich. Was jedoch alle Game Designer:innen gemeinsam haben, ist dass sie jeweils die Grundprinzipien aus den anderen Fächern kennen. Das ist auch Notwendig den wie können wir den ein Spielkonzept Gestalten ohne uns dabei einen Charakter und eine Umgebung vorzustellen?  Oder wie können wir ein Spiel designen ohne zu wissen was wir überhaupt mit einem sogenannten Game Engine umsetzen können?

  Games ein Fachübergreifendes Thema

Abbildung 1 Ein Fächerübergreifendes Thema und dessen Überschneidungen

Jede Disziplin innerhalb dieses Geflechts ist mit allen anderen verbunden. Wenn sich ein Element ändert, wirkt sich das auf alle anderen aus. Die meisten erfahrenen Game Designer*innen haben sich durch jahrelange Anwendung und Erfahrung mit den Elementen und ihren Beziehungen zueinander ein mentales Schema dieses Netzes aufgebaut. In diesem Kurs werden wir euch anleiten, eure eigenen ersten Erfahrungen in diesen verschiedenen Fachgebieten zu sammeln.

WAS IST GAME DESIGN?

 Hierfür beginnen wir mit Einer Definition von Jesse Schell aus dem Buch „Die Kunst des Game Design“ von Jesse Schell, als Deutsch Übersetzten wurde das Buch in 2016 veröffentlicht und ist für alle Game Desingern:innen welche tiefer in die Materie abtauchen wollen eine absolute Pflicht Lektüre. (ISBN 9783958452824)

„Game Design ist die Entscheidungsfindung hinsichtlich des Spielkonzepts.“

Nach Salen (2003) nehmen Game Designer*innen in der Spieleentwicklung die gleiche Aufgabe wie Drehbuchautoren*innen in der Filmproduktion ein. Designer*innen entwerfen die Vision eines Spiels. Dabei konzentrieren sie sich auf das interaktive Erlebnis in Form von Geschichten. Darüber hinaus entwickeln sie Funktionen (im Spieldesign spricht man von sogenannten Spielmechaniken), audiovisuelle Elemente und Regelwerke. Sie entwerfen die Regeln und Strukturen eines Spiels. Zugleich sorgen sie dafür, dass die Vision des Spiels während der gesamten Produktion aufrechterhalten und umgesetzt wird.

Quelle: Katie Salen, Eric Zimmerman: Rules of Play: Game Design Fundamentals. MIT Press, Cambridge 2003, ISBN 0-262-24045-9, S. 1

Je nach Vorliebe der Designer*innen  können diese Ideen in Form von Geschichten (geschriebenen Texten), Zeichnungen (Storyboards) oder auch technischen Grundideen (einer „Spielmechanik“) präsentiert werden. 

Zuletzt geändert: Mittwoch, 15. Februar 2023, 11:44
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