Informations-Audio zu Merkmalen von antidemokratischen Parteien:

 

 

Quelle: Verfasser des Kurses


Übung zum Parteienspektrum:


Der Kurator der Ausstellung „Weimar 1919 – Chancen einer Republik“, Justus H. Ulbricht, im Gespräch mit Jochen Spengler über die Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik (Auszug):

[...]Ich denke mal erstens, natürlich gab es eine Radikalisierung auf der linken, aber noch viel stärker auf der rechten. Es gab zu wenig Herzensrepublikaner, es gab eine fatale Kombination aus innenpolitischen Problemen und außenpolitischen Schwierigkeiten und vor allen Dingen ökonomischen Schwierigkeiten am Ende der 20er-Jahre, und dann ist es eben leider Gottes so gewesen, dass die Mehrheit der deutschen Eliten in Distanz, wenn nicht gar in Feindschaft zur Republik standen und dann jemandem in den Sattel geholfen haben, der mit Republik eben aufgeräumt hat, nämlich Adolf Hitler. Der hat ja legal die Macht bekommen, von Mehrheiten überliefert bekommen. Die Machtergreifung war eine Machtübertragung. Das hat etwas beendet, was eben doch über lange Jahre eine echte Chance für die deutsche Gesellschaft gewesen ist, und wir wollen auf den Anfangspunkt setzen und die Perspektive etwas verändern und sagen, es ist eine Nachgeschichte. Es ist der Weg von einer Untertanengesellschaft in eine Bürgergesellschaft. Es gab dort ganz viele mutige Bürger, die gesagt haben, „yes, we can“, wir können dieses Land ändern, wir haben jetzt ein Zeitfenster von wenigen Monaten, um Grundlagen zu legen in Form der Verfassung, um ein anderes Deutschland zu bauen. Ich finde dieses Experiment und diesen Weg sehr faszinierend und darauf wollten wir mit unserer Ausstellung hinweisen. [...]

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/es-gab-zu-wenig-herzensrepublikaner-100.html
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Zuletzt geändert: Dienstag, 14. Mai 2024, 19:41
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