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Essen ist ein Grundbedürfnis – und viele Menschen achten sehr bewusst auf die Auswahl der Lebensmittel. Dabei spielen auch die Auswirkungen des Konsums auf die Umwelt eine Rolle.
In der Öffentlichkeit wird immer wieder darüber diskutiert, welche Rolle die Rücksicht auf Umwelt- und Klimaschutzfragen für die eigenen Ernährungsgewohnheiten spielen sollte. Während manche Menschen sich bereits bemühen, so klimaneutral wie möglich zu leben, gibt es auf der anderen Seite immer wieder Kritik. So werden zum Beispiel Initiativen oder Appelle zur fleischarmen oder vegetarischen Ernährung als Bevormundung empfunden.

Für eine gesunde Ernährung wird empfohlen, Fleisch und Wurst in Maßen zu essen. Auch andere fettreiche tierische Lebensmittel wie Butter, Käse und Sahne sollten in nicht zu großen Mengen verzehrt werden. Doch im Durchschnitt essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch und Wurst wie empfohlen. Auch fettreiche Milchprodukte werden in großen Mengen verzehrt.
Das ist nicht nur ungesund, sondern auch klimaschädlich: Denn insgesamt verursachen tierische Lebensmittel wesentlich mehr schädliche Treibhausgase als pflanzliche Lebensmittel. (siehe Diagramm)

Beim Anbau von Gemüse und Getreide werden relativ wenig Treibhausgasemissionen freigesetzt. Daher sind auch Teigwaren mit vergleichsweise geringen Emissionen verbunden. Doch auch hier gibt es Unterschiede in der Klimabilanz. So wirkt sich auch die Anbauweise auf die CO2-Emissionen aus. Produkte aus ökologischem Anbau verursachen insgesamt weniger Treibhausgasemissionen als Produkte aus konventionellem Anbau.
Sehr unterschiedliche Klimabilanzen können auch bei Alltagsprodukten vorkommen. So beträgt der CO2-Ausstoß für Tomaten aus dem beheizten Gewächshaus ein Vielfaches von dem für Tomaten, die im Freiland angebaut werden. In Deutschland reifen Tomaten im Freiland nur von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Außerhalb der Saison werden Tomaten teilweise in beheizten Gewächshäusern angebaut. Viele werden auch aus wärmeren Ländern importiert.


Was zählt zur Klimabilanz?

Lebensmittel führen zu Treibhausgasemissionen. Um die Belastung durch einzelne Produkte bewerten zu können, müssen alle Schritte von der Herstellung bis zum Verbrauch betrachtet werden. Oft wird auch vom Lebenszyklus der Produkte gesprochen; in der Wirtschaft von den Stufen der Wertschöpfungskette.
Das Ergebnis wird häufig als CO2-Fußabdruck bezeichnet (englisch: Carbon Footprint) oder als Klimabilanz.
Je nach Produkt können die Schritte von der Herstellung bis zum Verbrauch sehr unterschiedlich ausfallen. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Treibhausgasemissionen, die dabei verursacht werden.
Da die Produkte und ihr Lebenszyklus sehr vielfältig sind, müssen für die Bewertung ihrer Klimabilanz viele Annahmen getroffen werden. Daher sind die Ergebnisse entsprechender Studien teilweise unterschiedlich und nur schwer vergleichbar. 

Zuletzt geändert: Montag, 29. November 2021, 13:00
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