2. Medizinische Diagnostik & Therapie bei Frakturen

2.1. Alters- und krankheitsbedingte Veränderungen der Knochen- und Gelenkstruktur

Alters- und krankheitsbedingte Veränderungen der Knochen sind weit verbreitet und können erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität haben. Präventive Maßnahmen und rechtzeitige Behandlungen sind entscheidend, um die Knochengesundheit zu erhalten und das Risiko von Frakturen und anderen Komplikationen zu minimieren.

1. Altersbedingte Veränderungen

Mit zunehmendem Alter durchläuft der menschliche Körper verschiedene Veränderungen, die auch die Knochen betreffen:

  • Knochenmasse und Knochendichte: Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochendichte allmählich ab, weil mehr Knochen ab- als aufgebaut wird, was als Osteopenie bezeichnet werden. Dies kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Frakturen führen.

  • Veränderungen in der Knochenstruktur: Die Mikroarchitektur der Knochen verändert sich, was ihre Festigkeit und Stabilität beeinträchtigen kann.
  • Gelenkverschleiß: Altersbedingte Veränderungen betreffen auch die Gelenke, insbesondere durch Arthrose, die zu Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit führt. Arthrose ist eine chronisch degenerative Erkrankung des Gelenkknorpels, die durch Abnutzung entstanden ist, einhergehend mit Knorpelschädigungen bis hin zu Knochenveränderungen.

2. Krankheitsbedingte Veränderungen

Neben altersbedingten Veränderungen können auch verschiedene Krankheiten die Knochenstruktur und -funktion beeinflussen:

  • Osteoporose: Eine der häufigsten altersbedingten Erkrankungen ist Osteoporose, bei der die Knochen porös und brüchig werden, weil die Knochendichte unter ein bestimmtes Maß absinkt.
    Die Ursachen für eine Osteoporose können folgende Faktoren sein:
    • absinkende Östrogenbildung, deswegen sind mehr Frauen nach den Wechseljahren betroffen
    • Nebenwirkung einer Glukokortikoid-Langszeittherapie
    • fehlende Belastung, z. B. bei Bettlägerigkeit

  • Osteomalazie: Eine Erkrankung, die durch eine unzureichende Mineralisierung der Knochen gekennzeichnet ist, oft aufgrund von Vitamin-D-Mangel. Durch Fehlernährung und fehlende Sonnenbestrahlung (z. B. bei immobilen Menschen) kann ein Vitamin D-Mangel entstehen.

  • Knochenmetastasen: Bei bestimmten Krebsarten können Tochtergeschwülste in den Knochen wachsen, was zu uncharakteristischen Schmerzen und einer Schwächung der Knochen bis hin zu pathologischen Frakturen oder auch Spontanfrakturen führen kann.

  • Rheumatoide Arthritis: Eine vermutlich autoimmune Erkrankung, die Entzündungen in den Gelenken verursacht und zu Knochenschäden führen kann.

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