Moderatorin (M):
Willkommen zu unserem heutigen Interview. Unser Thema: Schulessen – praktisch, aber oft ungesund?
Zu Gast ist heute Frau Dr. Lena Becker. Sie ist Ernährungsexpertin und berät Schulen bei der Essensplanung. Schön, dass Sie da sind.

Expertin (E):
Vielen Dank, ich freue mich auf das Gespräch.

M:
Frau Dr. Becker, viele Schüler essen regelmäßig in der Mensa. Doch das Angebot besteht häufig aus Pizza, Pommes und süßen Snacks. Ist das wirklich so problematisch?

E:
Ja, leider schon. In vielen Schulmensen fehlen gesunde und ausgewogene Mahlzeiten. Es gibt zu wenig frisches Gemüse, kaum Vollkornprodukte und häufig zu viel Fett, Zucker und Salz. Gerade für junge Menschen, die sich im Wachstum befinden, ist das bedenklich.

M:
Woran liegt das? Müsste es nicht inzwischen bessere Standards geben?

E:
Es gibt Empfehlungen, zum Beispiel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Aber viele Schulen setzen diese nicht um – oft aus finanziellen Gründen. Caterer müssen günstig liefern, und gesunde Zutaten sind teurer. Außerdem fehlt manchmal das Bewusstsein dafür, wie wichtig gutes Essen für Konzentration und Leistungsfähigkeit ist.

M:
Was könnte man denn konkret verbessern?

E:
Erstens: klare Qualitätsstandards für Schulessen, die auch kontrolliert werden. Zweitens: mehr Mitbestimmung durch Schüler*innen – wenn sie mitentscheiden, steigt die Akzeptanz. Und drittens: mehr Bildung rund um das Thema Ernährung. Wer versteht, was der Körper braucht, isst oft auch bewusster.

M:
Wollen Jugendliche denn überhaupt gesünder essen?

E:
Viele sind offen dafür – solange es schmeckt. Gesund bedeutet nicht automatisch langweilig. Wenn man das Essen kreativ zubereitet, greifen auch Jugendliche gern zu Salat oder Gemüsegerichten.

M:
Vielen Dank, Frau Dr. Becker, für Ihre Einschätzungen und Tipps.

E:
Gern geschehen – danke für das Gespräch.


Zuletzt geändert: Samstag, 10. Mai 2025, 14:15
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