Zeitungsartikel
Schein statt Sein: Unternehmen gerät wegen Greenwashing und Bluewashing in die Kritik
Von unserer Redaktion
Ein bekanntes Unternehmen steht aktuell in der Kritik: Verbraucher- und Arbeitnehmerorganisationen werfen dem Konzern gezielte Irreführung in Sachen Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung vor.
Die Küger & Tüger GmbH bewirbt seine neuen Verpackungen als umweltfreundlich. Wie sich jedoch herausstellt, besteht das Material nur zu einem Teil aus rein pflanzlichen Fasern – der Rest sind konventionelle Kunststoffbestandteile. Umweltverbände sprechen hier von klassischem Greenwashing: Das Unternehmen verschönere sein Umweltimage, ohne tatsächlich nachhaltige Maßnahmen umzusetzen.
Gleichzeitig sorgt intern ein weiterer Vorwurf für Unmut. Trotz eines öffentlich betonten Engagements für das Wohlbefinden der Mitarbeitenden wurden die Angebote im Betriebssport in den letzten Monaten stark zurückgefahren – angeblich aus Kostengründen. Einige Programme, wie Rückenschule oder Yoga, wurden komplett gestrichen. Kritikern zufolge steht das in klarem Widerspruch zur betonten „Mitarbeiterorientierung“. Hier ist von Bluewashing die Rede – also dem Versuch, soziale Verantwortung nur nach außen zu zeigen, ohne sie konsequent umzusetzen.
Der Konzern hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht umfassend geäußert. In einer kurzen Stellungnahme hieß es lediglich, man „arbeite an einer nachhaltigen Balance zwischen Umwelt, Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung“.