Lösungsvorschlag Arbeitsauftrag 1 Beantwortung der Fragen 1-4
1. Wie viele Personen sind in Deutschland nicht krankenversichert?
Stand 2019: 61 000 Personen – weniger als 0,1 % der Gesamtbevölkerung
(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_365_23.html#:~:text=Pressemitteilung%20Nr.,keinen%20sonstigen%20Anspruch%20auf%20Krankenversorgung.)
2. Wer übernimmt bei nicht versicherten Patientinnen in Deutschland die Behandlungskosten im Krankenhaus?
- für Geflüchtete übernimmt die Kosten das Amt für Migration und Integration (Quelle: https://www.freiburg.de/pb/851049.html)
- Abrechnung über das Sozialamt bei akuten oder schmerzhaften Erkrankungen
- Arbeitsunfälle bei den gesetzlichen Unfallversicherungen der Berufsgenossenschaften
- über die gesetzliche Krankenkasse im Heimatland, falls im Herkunftsland eine Krankenversicherung und ein Sozialversicherungsabkommen zwischen den Ländern besteht
- bei Infektionskrankheiten ist das Gesundheitsamt zur Kostenübernahme verpflichtet
(Quelle: https://medibuero.de/patienten-und-patientinnen-ohne-aufenthaltsstatus-und-ohne-krankenversicherung-im-krankenhaus/)
3. Welche Beratungsmöglichkeit besteht für Menschen ohne Krankenversicherung in Deutschland? Recherchieren Sie zu zwei Beratungsangeboten.
- z. B. Freiburger Anonymisierter Behandlungsschein (FRABS) für Menschen ohne Krankenversicherung:
Ehrenamtliche Organisation, die sich für die Einführung eines anonymisierten Behandlungsscheins (ABS) einsetzt. Ein ABS ist eine pragmatische, kurzfristig umsetzbare und wirksame Lösung zur medizinischen Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung.
Beratung über eine Sprechstunde, ggf. Zuschalten eines Sozialarbeiters, medizinische Sprechstunde, Erstellen eines anonymisierten Behandlungsscheins, durch den die medizinische Behandlung und Kostenübernahme möglich wird.
(Quelle: https://mitmachen.freiburg.de/ecm-politik/stadtfreiburg/de/mapconsultation/54307/single/proposal/739)
- z. B. Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD):
Beratung über das Beratungstelefon, regionale Beratungsstellen, Beratungsmobil-Touren, Online, per Post oder App
Beratung zu Krankenversicherung, Krankengeld, Impfungen, Heil- und Hilfsmittel und weiteres
(Quelle: https://www.patientenberatung.de/de)
4. Recherchieren Sie im "Mainzer Modell" die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung in Mainz.
Das „Mainzer Modell der gesundheitlichen Versorgung von wohnungslosen Menschen“ bietet ärztliche, pflegerische und sozialarbeiterische Hilfe für wohnungslose Menschen an.
Mit dem „Arztmobil“, der rollenden Arztpraxis von Prof. Dr. Trabert, werden hierbei wohnungslose Menschen auf der Straße aufgesucht.
Darüber hinaus werden medizinische Sprechstunden in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sowie in Unterkünften für Geflüchtete angeboten.
(Quelle: https://www.armut-gesundheit.de/was-wir-tun/mainzer-modell/)