Buch zum Kurs

3. Präoperative Maßnahmen

3.7. Unmittelbare Vorbereitung / Einschleusen

 
  •          Anziehen der Operationskleidung: Vor dem Transport in den OP erhält der Patient das OP-Hemd, OP-Haube und gegebenenfalls medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe angezogen. Die Pflegefachkraft achtet darauf, dass Schmuck, Zahnprothese, Nagellack und Make-up entfernt wurden. Der Patient wird vor dem Verabreichen der Prämedikation auf die Toilette geschickt und erhält danach die Prämedikation. Wertgegenstände werden sicher aufbewahrt.

  •          Prämedikation: Um die Ängste von Patienten zu reduzieren und somit die Einleitung in die Narkose zu erleichtern, erhält der Patient vom Anästhesisten angeordnete Medikamente. Im Anästhesieprotokoll legt der Arzt die Art und den Zeitpunkt der Prämedikation, wie auch die Einnahme der Eigenmedikation fest.

  •         Transport: Der Patient wird gemäß dem Zeitplan oder auf Abruf zum Operationssaal transportiert. Dabei ist es wichtig, alle relevanten OP-Dokumente erneut zu überprüfen.

  •          Einschleusen: Im Schleusenbereich erfolgt die Übergabe an das OP-Personal, wobei der Patient mit Namen, geplanter Operation, Besonderheiten und Station vorgestellt wird. Dies gewährleistet, dass das OP-Team über alle wichtigen Informationen verfügt. Vor der Operation wird zudem die Identität des Patienten überprüft, meist durch einen Abgleich mit der Patientenakte und das Tragen eines Armbands, sowie der geplante Eingriff, um Verwechslungen auszuschließen. Anschließend werden Vitalzeichen wie Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen. Ein intravenöser Zugang wird gelegt, um Medikamente und Narkosemittel verabreichen zu können. Der Anästhesist erklärt den Ablauf und beantwortet eventuell bestehende Fragen.